Was aus Aachen mal werden soll…

Was aus Aachen mal werden soll…

Das könnten Städte sein, die wir mit Aachen vergleichen könnten, wenn, ja, wenn dieses „Könnten“ eine realistische und einigermaßen faire Vergleichsbasis hätte. Was in Kopenhagen, Münster oder im hier oft geradezu schwärmerisch genannten Maastricht besser, schöner, strukturierter, wohlanfühlender, attraktiver und überhaupt gelungener ist, könnte man aufzählen. Und vieles stimmt: Das betrifft die Radwege, die Fußgängerzonen, die Vielfalt der Gastronomie, die Sauberkeit und vor allem die Innenstädte mit weniger Autos. Letzteres wollen einige hier wiederum nicht so gerne hören. Kurzum: Citymanager…

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Die Einheit. Klar: Wir wissen alles!

Die Einheit. Klar: Wir wissen alles!

Klar. Wir wissen alles. Über die Ostdeutschen. Die Ossis. Die Jammerlappen. Die Unzufriedenen. Vor allem: die Undankbaren. Den Osten haben wir, die demokratischen Westdeutschen, abgehakt. Abgeurteilt. Ab in die Tonne! Wo ist nur die Mauer geblieben? Richtig: Niemand hat die Absicht, wieder eine Mauer zu bauen. Jedenfalls keine aus Beton. Aber andere Mauern gibt es natürlich noch immer oder schon wieder. In den Köpfen, in den Mentalitäten, in den Vorurteilen, in den undifferenzierten Verallgemeinerungen. Es kann einem unwohl werden, 30…

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Der Aachener Erdrutsch.

Der Aachener Erdrutsch.

Der aktuelle Kommentar zum haushohen Sieg der grünen OB-Kandidatin Sibylle Keupen über CDU-Mitbewerber Harald Baal. Manche Pleite geschieht mit Ansage. Mit Slogans, die nur nichtssagend unterirdisch sind wie „Kompetenz statt Ideologie”. Oder mit diversen hilflosen und wenig souveränen Bemerkungen über die Mitbewerberin – statt einfach nur zur Sache zu reden, zumal wenn man doch eigentlich so furchtbar gerne gestenreich zuhört, wie wir das von den großen bunten Plakaten schon wussten. Im Wahlkampf der OB-Stichwahl haben Harald Baal und die CDU…

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Zehn Punkte für Aachen.

Zehn Punkte für Aachen.

Aachen ist ein Ort mit hoher Symbolkraft. Von Dom und Karlspreis (historisch) bis zu den Hochschulen (Technologie und Innovation). Wie macht Aachen aus Geschichte Zukunft? Das ist die Frage der Gegenwart, gerade wenige Tage nach der Kommunalwahl und wenige Tage vor der OB-Stichwahl. Zehn Punkte bzw. Fragen dazu. Die im Rat vertretenen Parteien, vor allem die mit den schlechten Ergebnissen, sollten sich an allererster Stelle ihres Handelns eine neue Qualität des Bürger-Dialogs vornehmen. Wer zuhören will, gestikuliert nicht. Dieser Prozess…

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Die Wahl.

Die Wahl.

Das mit Abstand beste Ergebnis für die Grünen in einer Großstadt hat es in Aachen gegeben. Weder in Bonn, Köln, Münster oder Düsseldorf haben die auch dort erfolgreichen Grünen ein derart hohes Ergebnis bei der Ratswahl erreicht: 34,17 Prozent. Also: Es muss in Aachen zusätzliche eigenständige Akzente geben, die mit Landestrends, Universitätsstädten oder der Akzeptanz der Corona-Politik der Landesregierung nichts zu tun haben. Schwarz-Rot ist in der Kaiserstadt nicht nur abgewählt worden, sondern in einem tiefen Tal gelandet: CDU und…

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Schaffen wir das nicht?

Schaffen wir das nicht?

Lange gewarnt. Sinnlos. Hoffnungslos. Am Ende: sprachlos. Nicht mehr fünf vor zwölf. Sondern viel später, viel zu spät. In Uhrzeiten lässt sich Unmenschliches ohnehin nicht messen. In Europa längst in Jahren: des Versagens. Moria statt Moral. Ausreden statt Handeln. Kleinmut statt Zivilcourage. Angst vor rechten Hetzern statt Mut zur Humanität. Würdelosigkeit statt Würde. Es wird sie nicht geben, die „europäische Lösung“. Wenn wir auf Ungarn und andere Verweigerer warten, machen wir uns gemein mit den Chefdramaturgen von Europas Schande. NRW will 1000 akut…

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Das Plakat.

Das Plakat.

Schon immer wurde gekleistert. Mit mehr oder weniger Falten. Da nützten die digitalen Botox-Spritzen im Photoshop nichts: Kleister ist der natürliche Feind jeder Gesichtsglätte. Immerhin verschafft er Kandidatinnen und Kandidaten gewisse Konturen. Plakate sind eine ernste Angelegenheit. Wen sprechen sie an? Mit welchen Botschaften sprechen sie an? Sprechen sie an uns vorbei? Sprechen sie überhaupt? Oder machen sie uns sprachlos? Ach ja: Plakat zu sein, ist eine schwere Sprache. Wer sie beherrscht, kann gewinnen. Aber sicher ist das nicht. Und…

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Marcel Philipp neuer Chef bei e.2GO

Marcel Philipp neuer Chef bei e.2GO

Eine spektakuläre Personalie: Marcel Philipp ist ab 1. November 2020 neuer Chief Executive Officer (CEO) des Aachener Unternehmens e.2GO – und damit Vorsitzender der Geschäftsführung. Er soll seine langjährigen Erfahrungen als Aachener Oberbürgermeister mit seinem Netzwerk zu zahlreichen Kommunen und Verbänden sowie der Kenntnis komplexer Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren in die weitere Entwicklung der Firma auf dem Aachener RWTH-Campus einbringen. „Der Verkehr wird sich in den nächsten Jahren deutlich verändern. e.2GO bietet dafür innovative Lösungen an. Das ist eine spannende Aufgabe,…

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Der Präsident, die Bürger und die Corona-Hooligans

Der Präsident, die Bürger und die Corona-Hooligans

Der Bundespräsident hat sich sehr deutlich geäußert, die Sprache zurückhaltender Diplomatie ist hier auch nicht angebracht. „Reichsflaggen und rechtsextreme Pöbeleien vor dem Deutschen Bundestag sind ein unerträglicher Angriff auf das Herz unserer Demokratie. Das werden wir niemals hinnehmen“, sagt Frank-Walter Steinmeier. Das ist kein leeres Bedeutungsgetöse einer Sonntagsrede, sondern eine ernsthafte Sorge um Zustand und Ansehen unseres Staates. Diese von Rechtsextremen und Verschwörungsdesperados unterwanderten Demonstrationen sind längst außerhalb jeder bürgerlichen Kontrolle geraten. Wenn Menschen Corona für das Werk einer korrupten…

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OB Philipp und die engen Grenzen. Seine persönliche Bilanz.

OB Philipp und die engen Grenzen. Seine persönliche Bilanz.

Erstaunlich, was er auf manche Fragen antwortet. Das ist eine Mischung aus Kritik und gewiss auch Selbstkritik. Kurzum: Der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) hat sich in den elf Jahren seiner Tätigkeit im Rathaus in „engen Grenzen“ gesehen, hätte sich von der Verwaltung gelegentlich mehr Tempo gewünscht, fühlte sich von einer Politik, die  sich in „endlosen Schleifen“ bewege, manchmal in den „Wahnsinn getrieben“. Die massive Kritik an den Zuständen in der Innenstadt hält er für „vollkommen berechtigt“. Die größte Baustelle…

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