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Kategorie: Meinung

Unser schönes Jammertal

Unser schönes Jammertal

Und es wird weiter gejammert. Über die Mehrwertsteuersenkung, die nicht ausreiche. Über die nicht beschlossene Kaufprämie für die auf Lager stehenden Verbrennungsmotoren. Am Ende auch wieder über Angela Merkel. Loben wir sie und andere doch mal! Sind wir froh, dass wir eine kluge, abwägende, besonnene Regierungschefin haben und keine hektische, sich selbst inszenierende, eine Bundeskanzlerin, die menschlich ist und deshalb schon einmal Fehler macht, aber die in der „Gesamtnote“ derzeit ein hervorragendes Zeugnis verdient hat. Loben wir doch mal die…

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Kontroverse mit Sachverstand, bitte!

Kontroverse mit Sachverstand, bitte!

So weit sind wir gekommen: Jetzt gibt es sogar schon Todesdrohungen. Betroffen davon sind der Virologe Christian Drosten und der Poltiiker Karl Lauterbach. Das ist eine weitere Form von Eskalation in einer teilweise nicht mehr vorhandenen Kommuniaktionskultur unter Verzicht auf Respekt vor der Freiheit und Würde anderer Menschen. Auch der gewaltige Tumult im hessischen Dietzenbach mit rüden Attacken gegen die Polizei passt in das Bild eindeutiger Grenzüberschreitungen. Sie haben nichts zu tun mit den berechtigten Protesten gegen staatliche Maßnahmen und…

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Der Karlspreis oder: zum Glück ein Ausfall

Der Karlspreis oder: zum Glück ein Ausfall

Was uns nicht berührt, kann uns nicht bewegen. Das könnte ein Vorwort sein. Eine Überschrift. Eine Ansage. Eine Analyse. Eine Resignation. Eine Provokation. Ein Wunsch. Ein Dilemma. Ein Zustand. Eine Beschreibung. Eine Zustandsbeschreibung. Nennen Sie es bitte, wie Sie wollen, heute am Tag des ausgefallenen Karlspreises in Aachen. Berührt Europa uns noch? Oder jetzt, in Virus-Zeiten von Corona und immerwährenden nationalen Alleingängen erst recht nicht mehr? Oder nach dem gemeinsamen Vorstoß von Angela Merkel und Emmanuel Macron in Sachen Wiederaufbaufonds…

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Verschwörung!

Verschwörung!

An diesem Wochenende waren sie unterwegs, die Anti-Corona-Maßnahmen-Helden. Die Kämpfer gegen jede Form von Corona-Diktat(ur) Auch sie sind letztlich ein Beleg dafür, dass rechtslastiges Gedanken“gut“ irgendwo und irgendwie in einem Teil unserer Gesellschaft angekommen ist – und damit Verschwörungstheorien, Fake News und Respektlosigkeit als  erschreckender Teil des sozial-medialen und demonstrativen Alltags. Auch Corona zeigt in dieser Demo-Variante die Fratze der Verschwörungstheorie, der Leugnung von Fakten, des lärmenden Lautsprechertons. Für etwas zu sein, ist ja auch viel anstrengender. Dann schon lieber…

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Und jetzt: Unsere Verantwortung.

Und jetzt: Unsere Verantwortung.

Auf uns kommt’s nun an. Nach der Lockerung. Wer ist uns? Jeder. Darin steckt das Risiko des Leichtsinns. Und die Chance der Verantwortung. Nicht von null auf hundert! Nicht alles auf einmal! Kein unbedingtes Vollgas! Schon in der Lockerung nachhaltige Elemente kultivieren! Entschleunigung im Alltag JETZT praktizieren! Risiken sehen, sie akzeptieren, sie im Blick haben, aber nicht mit ihnen jonglieren. Zeigen, dass ein Balanceakt kein Harakiri sein muss, sondern ein gutes Stück Vertrauen in unseren Charakter sein kann. Wie macht…

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Schäuble oder: kein Wischiwaschi

Schäuble oder: kein Wischiwaschi

Der Philosoph Jürgen Habermas meint: „Eines kann man sagen: So viel Wissen über unser Nichtwissen und über den Zwang, unter Unsicherheit zu handeln und leben zu müssen, gab es noch nie.“ Sind wir wirklich  alle Unwissende? Es scheint so. Es ist wohl auch so. Relativ jedenfalls. Interviews  mit Wolfgang Schäuble sind kein Wischiwaschi, da existiert keine besondere Rücksicht oder gar Vorsicht. Seine Äußerungen, Antworten und Botschaften sind zuweilen eine Melange aus kühler Analyse und durchaus bemerkenswerten Anregungen,  die Nachdenklichkeit eine…

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Rückgrat. Ein Beitrag zum Tag der Pressefreiheit (3. Mai)

Rückgrat. Ein Beitrag zum Tag der Pressefreiheit (3. Mai)

Pressefreiheit ist unentbehrlich.  Sie gehört zur Identität unserer Demokratie und unseres Lebensstils. Und: zur Selbstreflexion verantwortlicher Redakteure, Reporter und Autoren, zum verantwortlichen Umgang mit diesem hohen Gut, das wir, die Journalisten,  zuweilen etwas ruppig behandeln – weil manchmal zu schlampig recherchiert, weil gelegentlich zu skandalisierend und doch: im Grunde seriös. Mehr als nur bemüht. Und, besonders wichtig: oft richtig störend. Es ist grundsätzlich nicht verkehrt, wenn sich Journalisten nicht nur Freunde machen. Das ist Normalität, wenn man nicht im selben…

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