Heribert August

Heribert August

Anfang des Jahres war er in der Antarktis. Dieser lang gehegte Herzenswunsch ergänzte eine beachtliche Liste von weiten und weniger weiten Reisen. Heribert August ist gerne unterwegs – und hat dennoch seit Jahrzehnten einen geografischen und ganz persönlichen Mittelpunkt: Aachen. Mittlerweile wohnt er im Pontviertel, nachdem er so viele Jahre als Pfarrer in Burtscheid lebte, wirkte, sich engagierte: Monsignore August wird an diesem Mittwoch 75 Jahre alt.

Diese Zahl ist ein echtes Altersjubiläum eines nach wie vor engagierten Menschen, aber es ist auch eine wirkliche Zäsur, da er damit jene Altersgrenze erreicht, die für die Mitglieder des Kuratoriums der Katholischen Stiftung Marienhospital das satzungsmäßige Ausscheiden aus diesem Gremium bedeutet. Der langjährige Pastor von St. Michael gehört dem Kuratorium seit 1983 an und ist seit vielen Jahren der Vorsitzende.

Heute in AZ und AN

In dem Aufsichtsratsgremium hat er immer wieder ebenso erfolgreich wie eindrucksvoll seine Management-Qualität bewiesen. Die aktuelle Zeitenwende des Marienhospitals hat er in den vergangenen zweieinhalb Jahren entscheidend mitgestaltet und zu einem guten Abschluss geführt. Das „Marien“ und die Alexianer GmbH in Münster gehen nun gemeinsam in die Zukunft, um als starke Partner die Herausforderungen im Gesundheitswesen zu bewältigen.

Heribert August ist sehr froh, dass kurz vor dem Ende seiner Amtszeit die Verträge unterschrieben und notariell beglaubigt wurden. „Wir sind uns sicher, dass wir mit den Alexianern die besten Zukunftsperspektiven haben und wir insbesondere im Hinblick auf das christlich geprägte Menschenbild und der von Wertschätzung, Fürsorge und Achtsamkeit getragenen Arbeit viele Parallelen aufweisen.“

August nennt hier Eigenschaften, die auch ihn selber zutreffend beschreiben: Wertschätzung ist für ihn ein hohes Gut. Es ist seine menschliche Wärme, die viele Menschen mit seiner Persönlichkeit verbinden. Das gilt für ihn generell und als Priester im Besonderen. Ein Pfarrer wie er war und ist ein Glücksfall für die katholische Kirche. Er redet niemandem nach dem Mund, auch nicht Bischöfen. Er hat schon immer dafür gesorgt, dass sich das Kirchliche aus seinem eigentlichen Raum entfernt und nach draußen zu den Menschen geht.

Sein Engagement für Menschen, Institutionen, auch sein so nachhaltiger Einsatz für die katholische Kirche in Bosnien-Herzegowina sind geradezu legendär. Er tut was, er packt an, entwickelt Ideen, er begeistert Sponsoren und Spender für seine Pläne. Heribert August ist Stifter von Gemeinschaftenund Anstifter von Projekten.

Von 1983 bis zu seinem Ruhestand 2013 war er Pastor in St. Michael Burtscheid, später Pfarrei St. Gregor von Burtscheid, und hatte zeitweise auch Ämter wie Oberpfarrer, Dechant und Regionalpfarrer inne. Eine besondere Beziehung pflegt er zum Erzbistum Sarajevo, wo er die aufwändige Restaurierung der Kathedrale initiierte. Dort ist er Ehrendomkapitular.

Der Text – hier auszugsweise – ist heute in der Aachener Zeitung und in den Aachener Nachrichten erschienen. Fotomotiv: AZ/AN online, Harald Krömer

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