Das Aachen-ABC 2022, Teil 1

Das Aachen-ABC 2022, Teil 1

Auch in  diesem Jahr ist wieder mein Aachen-ABC im vorzüglichen Stadtmagazin BAD AACHEN erschienen (Januar-Ausgabe). Hier eine Auswahl, zum Start heute mit den ersten vier Buchstaben.

Alemannia. Sie stand schon vor einem Jahr an erster Stelle – leider hier und nicht in der Tabelle. Der traditionsreiche Verein sucht nach wie vor irgendeine Zukunft. Die besseren Zeiten sind längst in den grauen Nebel der schwarz-gelben Vergangenheit eingetaucht, es ist nur noch zu ahnen, welche Begeisterung vor vielen Jahren am und rund um den Tivoli herrschte. Wie entwickelt sich der öffentlich entflammte Streit zwischen den aktuellen und den ehemaligen Funktionären? Was bewirkt letztlich der neue alte Trainer? Vor einem Jahr lautete die wenig hoffnungsfrohe Prognose: „Es wird wohl so bleiben: Regionalliga, die Tristesse des Mittelmaßes.“ Jetzt zittern wir sogar um den Platz in der vierten Liga! Alemannia gehört zu den traurigsten Kapiteln jüngerer Aachener Stadtgeschichte, und das wird sich 2022 nicht ändern.

Das Büchel-Parkhaus
Vergangenheit: Das Bagger-Ballett hat ganze Arbeit geleistet. Das Büchel-Parkhaus war einmal – und das ist gut so!

Büchel. Der Abriss ist Realität geworden. Die Stadt Aachen gerät in ihren Social-Media-Auftritten ins offizielle Schwärmen und verbindet dies mit seltsamem Formulierungskitsch: „Das schönste Bagger-Ballett Aachens tanzt sich in diesen Tagen durch die letzten Meter Büchel-Parkhaus.“ Statt der Operette würde man sich ein Zukunftsballett wünschen, in dem endlich konkrete Pläne präsentiert werden statt Pirouetten. Zitat: „Wir haben nämlich schon viele tolle Pläne in der Schublade, was während der ZwischenZeit auf dem Gelände passieren soll. Parallel laufen natürlich gemeinsam mit vielen Akteur*innen die Planungen auf Hochtouren, was dauerhaft am Büchel entstehen kann. Bleibt gespannt! Wir halten euch auf dem Laufenden.“ Da sind wir beruhigt; denn wie sagte ein Bundesinnenminister in anderem Zusammenhang: Zu viele Fakten beunruhigen die Menschen nur. 2022 wird also das Jahr der Büchel-Spannung auf Hochtouren und dann ganz ohne Ballett.

ALRV-Chef Frank Kemperman: Er freut sich auf „Halle 22“.

CHIO. Auf das Reitturnier war 2021 Verlass. Das größte Hindernis Corona wird jedoch auch diesem exzellenten Ereignis 2022 erhalten bleiben. Das abgespeckte Turnier war in diesem Jahr zwar mehr als eine Notlösung, aber ein richtiger Ersatz für die Atmosphäre, die den CHIO prägt, konnte es nicht sein. Die kompetenten Akteure, halt: „Akteur*innen“ des Aachen Laurensberger Rennvereins haben mit professioneller Planung und dem Mut zum Restrisiko gezeigt, was geht, wenn man es denn will und kann. Das wird 2022 vielleicht noch schöner, „normaler“. Corona und irgendeine neue Variante führen weiterhin die Regie. Keine perfekten Aussichten. Immerhin: Vorstandschef Frank Kemperman, der sich in diesem Jahr verabschiedet, will auf jeden Fall noch und zumindest die Grundsteinlegung  der neuen überdachten Reit-Arena im Amt erleben. „Halle 22“ heißt sein entsprechender Ordner.

Dürer. Der war 2021 – leicht verspätet – in Aachen. Was für eine grandiose Ausstellung! Was für eine Resonanz! Was für eine Abschiedsgala von Peter van den Brink! Till-Holger Borchert, Direktor der Städtischen Museen in Brügge, wird neuer Leiter des Suermondt-Ludwig-Museums. Herzlich willkommen in Aachen und viel Erfolg!

Das komplette ABC in BAD AACHEN: https://www.dcm-emag.de/Bad_Aachen/2022-01/#4

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