Alltag mit Abstand und Anstand

Alltag mit Abstand und Anstand

„Absage, Absage, Absage. Ja, es tut weh. Aber die Vernunft sollte die Oberhand behalten. Sind dann halt 2022 bei Euch.“

So posten die „Öcher Originale“ heute ihren klugen Verzicht auf Engagements und Auftritte in der Karnevalssession.  Sie setzen damit ein Zeichen, auch wenn‘s „weh tut“. Auch die „Krüzzbrür“ vom Pfarrauschuss Heilig Kreuz in Aachen haben alle Veranstaltungen gestern abgesagt.

Andere werden dagegen immer lässiger, ja fahrlässiger im Umgang mit dem Virus. Party hier, Feier dort: offensichtlich gravierende Verstöße gegen Hygieneregeln auf einem bayerischen Gemüsehof, Leichtsinn bei einer Trauerfeier in Baden-Württemberg, Rücksichtslosigkeit bei Praktikanten-Partys am Wolfgangsee in Österreich, rasant steigende Zahlen in Belgien und Spanien, leider insgesamt auch bei uns in Deutschland.

Das Robert-Koch-Institut warnt vor der zweiten Welle, rät zu Masken auch im Freien, wenn der Sicherheitsabstand nicht gewährleistet ist.  Das „nerve“, sagt eine junge Frau bei einer Fernsehumfrage.

Es gibt bislang keine Impfung, keine Medikamente, aber es gibt immer noch und immer wieder erhebliches Konfliktpotenzial im Alltag, wo weiterhin Vernunft, Abstand und Anstand gefragt sind. Das mag manche nerven, ist aber eine Winzigkeit an Zumutung im Vergleich zu steigenden und lebensbedrohenden Infektionen, deshalb gilt: „Aber die Vernunft sollte die Oberhand behalten.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.